Das Tsum Tal – Entschleunigung pur!

Irgendwo am Ende der Welt zwischen den Siebentausendern liegt ein Tal des Glücks! Bis 2008 war es fast unbekannt oder es wurde darüber gesprochen als ob es diesen Ort nicht geben würde, ähnlich wie Shambala. Doch es drangen immer mehr Informationen an das Licht der Öffentlichkeit mit Beschreibungen der Gegend und dem Leben der Menschen, die für Naturmenschen wie mich einfach traumhaft klingen: Keine Straße, kein Strom, kein Internet – dafür viel Ruhe, viel Natur und viele Tiere. Das Tsum-Tal im zentralen Himalaya scheint ein Gegenmodell zu unserer westlichen Welt zu sein. Entschleunigung Pur!

Das Tal des Glücks

Das Tsum Tal ist von majestätischen Bergen umgeben. Es befindet sich in den Bergketten den Baudha Himal, im Westen den Himal Chuli, im Süden den Ganesh Himal und im Norden den Sringi Himal.

Besuchen kann es seit 2008 jeder, aber der Weg dorthin ist (Gott sei Dank) mühsam, denn er führt ca. 6 Tage durch die tiefen Schluchten des Himalaya. Wer sich auf den Weg macht, von dem wird Ausdauer, Schwindelfreiheit und vor allem Kondition verlangt, da einige Aufstiege notwendig sind und Höhen zwischen 2000 und 4500 Meter bezwungen werden müssen. Ja, das Tal des Glücks ist noch einer der wenigen verbliebenen, unberührten Orte auf der Erde ohne den Fortschritt der Zivilisation – auf den wir so stolz sind.

Foto von http://de.wildyakexpeditions.com


Die Menschen in diesem Tal leben daher in absoluter Abgeschiedenheit und blieben sogar vom Nachbarn China fast unberührt. Ein Leben im Einklang mit der Natur, mit sich selbst und der Gemeinschaft. Die einzigartige Kultur, die exotische Landschaft und die Traditionen der Einheimischen, den Tsumba welche im Tal wohnen, sind auch in der heutigen Zeit noch intakt und dies obwohl in praktisch allen anderen Teilen Nepals das moderne Leben Einzug gehalten hat.

Die Menschen im Tsum-Tal haben offiziell gelobt, keine Lebewesen, weder Mensch noch Tier zu töten und halten sie sich streng daran. Daher werden Wildtiere seit dem Gewaltverzichts-Gelübde im Jahr 1920 nicht mehr bejagt und Nutztiere dürfen nicht geschlachtet werden. Es darf auch nicht gefischt werden, und ein Großteil der Pflanzen steht ebenfalls unter Schutz. Die Menschen ernähren sich von dem wenigen Getreide und Gemüse, die ihre kargen Äcker hergeben.


Traumhaft sich von allem zu entschleunigen und eine beschauliche Zeit zu verbringen. Letztendlich ist es ein Beispiel für eine umweltgerechte Lebensweise. Aber wäre ein Leben für uns dort akzeptabel?

Ein annehmbares Wetter hat man in den Monaten April, Oktober und November, denn im Sommer herrscht Monsun und das Tal ist wegen Erdrutschen meist abgeschnitten. Im Winter sind die meisten Orte im Tal wegen Lawinengefahr nicht erreichbar.

Eine Trekkingtour ist es allemal wert! Das Tal des Glücks zu besuchen würde am Ende sehr wahrscheinlich mit Glück beschert. Es gibt einen Anbieter bei dem man eine Tour buchen kann. Man ist 21 Tage ab Kathmandu unterwegs, zum Preis von 4.600 USD.