Das Problem mit der Mauer!

Es gibt im Laufe eines Lebens immer wieder Situationen in denen wir uns fühlen als würden wir vor einer großen Mauer stehen. Wir wollen unseren Weg, so wie wir ihn bisher gegangen sind, weiter gehen. Wir wollen uns nicht (von einer Mauer) aufhalten lassen, denn all zu viel Zeit bietet das Leben bekanntlich ja nicht. Aber wie sollen wir nun an dieser für uns sichtbar unüberwindlichen Mauer vorbei kommen?

Oben drüber? – Geht nicht, denn sie ist zu hoch.
An der Seite vorbei? – Können wir versuchen aber wir werden unendlich lange Zeit an dieser Mauer entlang gehen müssen! Da stellt sich die Frage: „War es das mit dem Leben? Ist es nun vorbei? Bewegen wir uns ab jetzt nicht mehr weiter?
Immer und immer wieder laufen die Menschen an der Mauer entlang um das erhoffte Ende zu finden. Jeden Tag, jede Woche, jedes Jahr, manche sogar ihr ganzes Leben lang!

Erst spät erkennen nur wenige Menschen, dass sie sich in einer ringförmigen Maueranlage befinden mit einem 50 Kilometer Durchmesser. An dieser Mauer gibt es kein Ende! Wenn die Menschen dies erkennen, haben sie schon einen ersten großen Schritt getan! Sie haben erkannt, dass sie abgegrenzt, eingegrenzt wurden! Doch wer baute einst diese Mauer die so hoch ist wie ein Wolkenkratzer und so lange, das sie in einem Menschenleben nicht zu Ende bereist werden kann?

Nun gibt es 2 verschiedene Menschen

Der eine Mensch nimmt diese Situation an, will sich damit nicht auseinandersetzen, denn bisher ist es ihm zwar nicht besonders gut ergangen aber auch nicht so schlecht das er wissen müsste was sich dahinter befindet. Er bleibt bei seinen Sichtweisen, bei seinem Denken, bei seinen Handlungen und glaubt sich ohnehin schon so weit entwickelt zu haben, dass er es gar nicht mehr nötig hat über diese Mauer zu sehen. So läuft er bis zu seinem Lebensende immer an der Mauer entlang – im Kreis.

Dann gibt es die Menschen, die sich fragen warum sie nun eingekesselt sind und wie sie hinter diese Mauer blicken können. Für sie ist es nicht ausreichend sich in dieser großen aber eingeschlossenen Fläche zu bewegen. Auch wenn sie alles haben was sie zum (Über-)leben benötigen – ist es einfach nicht genug!

Sie setzen sich nieder, überlegen, denken nach. Sie reflektieren über den Erbauer dieser Mauer und wie ihre Gedanken, ihre Worte und ihre Handlungen damit in Zusammenhang stehen. Nach einiger Zeit erkennen sie, dass nur sie selbst, durch das was sie dachten, sagten und umsetzten, diese Mauer langsam aber beständig errichtet hatten!
Sie erkennen plötzlich, dass diese Mauer auf ihren damaligen geistigen Horizont und den darauffolgenden Erfahrungen basiert und nur durch ihre weiterentwickelte, veränderte Sicht, können sie diese Mauer jetzt überhaupt erst wahrnehmen!

Durch ihre Selbstreflexion erkennen sie, dass sie sich nur selbst diese Mauer aus ihren Gedanken gebaut hatten und mit der Erkenntnis, dass sie sich geistig entwickelt haben, wird diese Mauer immer kleiner und niedriger. Sie wird so niedrig, dass sie bereits, ohne sich dabei zu strecken, drüber blicken können. Nach einer weiteren kurzen Zeit braucht es nur einen kleinen Hüpfer und schon ist diese ehemals unüberwindliche Mauer – überwunden!

Im Laufe ihres Lebens kommen diese Menschen immer wieder an ein derartiges mauerähnliches Konstrukt. Doch nun wissen sie, dass diese nur in ihren Gedanken existiert und mit der Veränderung ihrer derzeitigen Gedanken werden sich auch alle weiteren Mauern im Nichts auflösen!

Doch die anderen Menschen, die armen Menschen, die nicht gewillt sind ihre Gedanken zu verändern, die nicht gewillt sind über sich nachzudenken, die sich in einem ständigen immerwärenden Kreis(lauf) befinden, empfinden Neid, Ekel und Abscheu gegenüber denen, die es geschafft haben ihre Mauer zu überwinden!

So hat jeder Mensch seine persönliche Mauer zu überwinden um wieder neues Land zu entdecken!

In diesem Sinne …