Bedürfnisse der Liebe 1

Wichtig in der Partnerschaft in der Liebe der Partnerschaft ist die Partnerschaftliche Linguistik. Es ist die Sprache die jeder Teil dieser Partnerschaft spricht. Wir alle wissen, dass uns unser Partner manchmal missversteht und dies ist ausschließlich auf die mangelnden “Sprachkenntnisse” zurückzuführen. Die Partner müssen sich aufeinander einstellen und den Familiendialekt des anderen erlernen.

Familiendialekt = Liebesdialekt = Liebessprache

Kinder, die sich von den Eltern geliebt fühlten, erlernen den Familiendialekt des anderen sehr schnell:  Kinder hingegen, die in Spannungsverhältnissen aufgewachsen sind, brauchen dafür länger, da sie über vieles, was ihr eigenes Leben betrifft, erst jetzt die Akzeptanz sich selbst gegenüber erlernen müssen. Auch hier spielen das anerzogene Ego und die erfahrene Lieblosigkeit eine große Rolle.
Nur wenn beide Partner bemüht sind den Liebesdialekt des anderen zu erlernen, dann ist eine Beziehung in Liebe und Harmonie gewiss.

Eine Grundsatzfrage: Was ist Liebe eigentlich?
Das Wort stammt aus dem Mittelhoch-deutschen und bedeutet: Gutes, Angenehmes, Wertes
Eine sehr genaue Definition im Wiki lautet:

Im ersteren Verständnis ist Liebe ein mächtiges Gefühl und mehr noch eine innere Haltung positiver, inniger und tiefer Verbundenheit zu einer Person, die den reinen Zweck oder Nutzwert einer zwischenmenschlichen Beziehung übersteigt und sich in der Regel durch eine tätige Zuwendung zum anderen ausdrückt. Hierbei wird nicht unterschieden, ob es sich um eine tiefe Zuneigung innerhalb eines Familienverbundes („Elternliebe“) handelt, um eine enge Geistesverwandtschaft („Freundesliebe“) oder ein körperliches Begehren („geschlechtliche Liebe“). Auch wenn Letzteres eng mit Sexualität verbunden ist, bedingt sich auch in letzterem Falle beides nicht zwingend (zum Beispiel so genannte „platonische Liebe“). Für uns ist im Moment nur die Liebe in der Beziehung wichtig!

Die Verliebtheit

Sie wird, nach Ansicht von Psychologen, von einer Einengung des Bewusstseins begleitet, die zur Fehleinschätzung des Partners führen kann. Fehler des anderen können übersehen oder als besonders positive Attribute erlebt werden. Verliebtheit ist kein Dauerzustand, sondern eine Phase die über einen längeren oder kürzeren Zeitraum andauert. Sie kann abflauen, sich auflösen oder in Liebe übergehen.

Der Verhaltensforscher Dr. Peck beschreibt die Verliebtheit noch nüchterner:
„Die Verliebtheit ist ein genetisch angelegter instinktmäßiger Bestandteil unseres Paarungsverhaltens und führt zur stereotypen Reaktion des Menschen auf das Zusammenspiel von innerlichen Sexualtrieben und äußeren Reizen. Somit wird die Paarbildung und das Überleben der Art gesichert“.

Dr. Peck hat mit seinen Aussagen gar nicht so unrecht. Was geschieht nun in unserem Körper?
Bei Verliebten wurden Veränderungen im Körperhaushalt bei Neurotransmittern und Neurohormonen nachgewiesen.

+ Dopamin (Belohnungstransmitter)

Bedingt durch vermehrte Ausschüttung der Botenstoffe Dopamin (der „Belohnungs-Neurotransmitter“) wird Verliebtheit von den meisten Menschen als außerordentliches Glücksgefühl empfunden.

– Serotonin (Glückshormon)

Das als Neurohormon bekannte Serotonin, (das „Glückshormon“) ist eigentlich kein Hormon, sondern ein Botenstoff und gilt als „Glücks-Botenstoff“. Bei einem Mangel können Ängste und Depressionen die Folge sein. Laut Kast und Fischer geht Verliebtheit mit niedrigem Serotoninspiegel einher, was paradox erscheinen mag, da Verliebtheit doch Glücksgefühle hervorruft und der Logik folgend, eher ein extrem hoher Serotoninspiegel zu vermuten sei. Diesen scheinbaren Widerspruch erklärt die italienische Wissenschaftlerin Donatella Marazziti so, dass Verliebte auf ihr Objekt der Verliebtheit fixiert sind, ähnlich wie bei einer Zwangsneurose. Bei Neurotikern werde eher zu wenig Serotonin im Blut nachgewiesen. Leidenschaftliche Verliebtheit und neurotisches Verhalten scheinen mit diesem Botenstoff einen gemeinsamen Faktor zu haben.

+ Neurotrophine

Forschungen an der Universität Pavia (2005) ergaben bei frisch Verliebten einen erhöhten Wert des Neurotrophins NGF im Blut, wobei nach einem Jahr keine erhöhten Werte mehr festgestellt worden sind. Experten für Neurotrophin-Forschung an der Ruhr-Universität Bochum (2005) kamen ebenso zu der Vermutung, dass sich die Neurotrophin-Werte beim Verlieben verändern.
Neurotrophine („Nervennährstoffe“) sind körpereigene Signalstoffe/Botenstoffe, die zielgerichtete Verbindungen zwischen Nervenzellen bewirken und den Fortbestand neuronaler Verbindungen sichern. Sie tragen zur Gedächtnisbildung bei und spielen beim Aufbau und beim Abbau von neuen Nervennetzen eine große Rolle. Wissenschaftler vermuten, dass sie für die typische Euphorie am Beginn einer Liebesromanze verantwortlich sind.
Dies könnte beispielsweise dazu beitragen, dass Verliebte sich zuweilen in einem Zustand der Unzurechnungsfähigkeit befinden, sich zu irrationalen Handlungen hinreißen lassen und Hemmschwellen abbauen.

+ Oxytozin (Schmusehormon)

Bei Verliebten wurden erhöhte Werte des Hormons Oxytozin (Hormon für die „Basis des Vertrauens“, auch „Schmusehormon“) nachgewiesen. Soziale Interaktionen im Allgemeinen und die Entwicklung von engen zwischenmenschlichen Bindungen unterliegen seinem Einfluss, soziale Hemmschwellen werden herabgesenkt und das Vertrauen erhöht.
Es hat eine wichtige Bedeutung zwischen Geschlechtspartnern beim Sex, eine wesentliche Bedeutung beim Geburtsprozess und beeinflusst das Verhalten zwischen Mutter und Kind.

Somit ist die Euphorie geklärt. Ist es nun auch möglich dieses Gefühl auf lange Jahre oder auf ein ganzes Leben auszudehnen?

… weiter im Teil 2